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KÖPRÜDEKILER-MEN ON THE BRIDGE

  • von Asli Özge
  • Deutschland
  • 87.0 mins
  • Ausgabe: 2009
  • Abschnitt: Concorso Cineasti del presente

Der Film
Mitten in den Verkehrsstaus und unter den Tausenden Stadtbewohnern, die jeden Tag die Brücke über den Bosporus überqueren, welche die beiden Hälften von Istanbul verbindet, kreuzen sich drei Menschen ganz nahe, ohne sich zu bemerken. Fikret, ein hipper 17-jähriger Teenager, der in einem armen Vorstadtviertel wohnt, verkauft illegal Rosen auf dieser überlasteten Verkehrsachse. Er hat Mühe, eine Stelle als Verkäufer oder als Springer in einem der kleinen Verkaufsstände zu finden. Umut, zehn Jahre älter und Taxifahrer, teilt sich sein Auto mit einem Kollegen. Er fährt mehrmals am Tag über die Brücke und arbeitet viel, um die Wünsche seiner jungen Frau Cemile zu erfüllen: Diese lebt über ihre Verhältnisse und träumt von einer Wohnung mit modernem Komfort, die er ihr nie wird bieten können. Der Polizist Murat, der einzige Fussgänger auf der Brücke, regelt den Verkehr. Er ist frisch aus der Provinz hergezogen, erstickt fast an der schmutzigen Luft, und seine grosse Einsamkeit treibt ihn dazu, im Internet eine Freundin zu suchen. Zwei der drei Hauptfiguren von Köprüdekiler (Men on the Bridge) spielen sich selbst, und der Film – zwischen Dokumentarfilm und Fiktion angesiedelt – porträtiert diese unentschlossenen drei jungen Männer: Fikret, hin- und hergerissen zwischen dem Rumhängen mit Freunden und der Arbeitssuche, Umut, dessen Ehe kriselt und kurz vor dem Aus steht, und Murat, der ein aussichtsloses Date nach dem anderen absolviert und sich nach seinem Dorf und seiner Familie sehnt. Anhand ihres Alltags in Istanbul zeichnet Asli Özge akkurat die Probleme der heutigen Türkei nach – Nationalismus, PKK, Arbeitslosigkeit und Ausbildung. Die Brücke über den Bosporus, Metapher eines Landes im Wandel, verbindet Asien mit Europa und wird zum Ort der Begegnung dieser drei Bewohner Istanbuls, welche für eine neue türkische Generation stehen, die mit quälenden Widersprüchen und einer ungewissen Zukunft lebt.

Produktionsjahr 2009

Paese/i produzione: Deutschland

Paese/i co-produzione: TURKEY/NETHERLANDS

Dauer: 87.0 mins

Untertitel:

Webseite: link

Regie: Asli Özge

Szenario: Asli Özge

Kamera: Emre Erkmen

Ton: Florian Beck

Schnitt: Vessela Martschewski, Aylin Zoi Tinel, Christof Schertenleib

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